Die Stärke dieses Spiels liegt eindeutig in der sehr gut durchdachten Mechanik, der hohen Wiederspielbarkeit, der großen Auswahl an Möglichkeiten, der angemessenen Spielzeit und darin, dass keine Zufallselemente vorkommen. Der Punkt, dass wir keinen Mitspielenden komplett aus dem Spiel entfernen können, ist für mich auch ein weiterer Pluspunkt und setzt den Fokus darauf, die eigene Punktzahl zu maximieren, indem wir unsere Aktionsfigur möglichst geschickt auf dem Tableau bewegen.
Ich kann es problemlos anderen Euro-Spielern ans Herz legen, es mal auszuprobieren. Es ist aber für zumindest mäßig erfahrene Spieler gedacht, die sich von der anfänglichen Flut an Eindrücken nicht einschüchtern lassen. Das Autorenduo, das mich auch mit Die Ratten von Wistar überzeugen konnte, hat dafür gesorgt, dass Anunnaki – Götterdämmerung eins der Spiele wird, die mich positiv überrascht haben und an dem ich immer gerne Platz nehme. Sie haben es geschafft, ein ziemlich straffes Spiel im Euro-Stil mit einer 4X-typischen thematischen Einbettung zu kombinieren. Wenn ihr zuhause also einen ausreichend großen Tisch und genügend Platz habt, um diese recht große Box aufzubewahren, kann ich euch nur empfehlen euch Anunnaki – Götterdämmerung anzuschauen.